Arbeitskreis Gegenargumente
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Donnerstag, 29. Januar 2026, 19:30 Uhr

Europas Antwort auf die "neue Großmachtpolitik" - mehr europäischer Imperialismus

Europas Frieden und Sicherheit, so sagen es seine politischen Führer – und die müssen es wissen, sie beanspruchen ja das Oberkommando über alle inneren und äußeren Gewaltfragen ihrer europäischen Staatenfamilie – sind existentiell bedroht: Zum einen durch „Putins Imperialismus“, den russischen „Eroberungskrieg“, der in der Ukraine nicht haltmachen werde; zum anderen durch den US-Präsidenten, der glatt auf Frieden mit Russland dringt und seinerseits die US-Ansprüche in der „westliche Hemisphäre“ (inkl. Grönland) gewaltsam neu definiert. Trump erklärt die alte Tour amerikanischer Weltbeherrschung – die Stichworte lauten „regelbasiert“, im „Bündnis des Westens“ und im Rahmen des „Völkerrechts“ – für beendet, und damit auch das „Schmarotzertum“ seiner westlichen Partner an der überlegenen US-Gewalt, die nun ganz unmittelbar und unverhohlen im Dienste von „America first“ im Einsatz ist.

Dafür gibt es hierzulande viel Kritik – statt der guten „Herrschaft des Rechts“ unter der Schirmherrschaft einer amerikanisch geführten Gewaltallianz zur Beherrschung des Globus herrscht unter Trump fortan nur noch das „Recht des Stärkeren“. Das heißt für Europas Führung und die Öffentlichkeit ganz selbstverständlich eins: Dann muss nun auch Europa zu einer militärischen Großmacht werden, also zu einem eigenständigen Kriegssubjekt aufwachsen, das seine Sicherheit selbst in die Hand nimmt. Was allem voran verlangt: den Krieg in der Ukraine am Laufen halten und keinen Friedensschluss – schon gar nicht an den Verteidigern der „europäischen Friedensordnung“ vorbei verhandelt - mit Russland zuzulassen.

Dafür schaffen Merz, Macron und Co eine „Koalition der Willigen“ und bestehen darauf, dass Putins Russland – wenn schon nicht besiegt – mit überlegener Militärmacht davon abgeschreckt werden muss, die Ordnung der zwischenstaatlichen Gewaltverhältnisse auf dem Kontinent mitzudefinieren. Den imperialistischen Standpunkt der europäischen Machthaber, der sich auch nicht davon abschrecken lässt, dass ihnen von Trump gerade die atomare Grundlage ihres forschen Kriegswillens gegen die russische Atommacht abhanden gekommen ist, wollen wir diskutieren.

Ort
: EineWeltHaus München, Schwanthalerstraße 80,
Werkstatt (rechts neben der Bibliothek)
U-Bahn Haltestelle Theresienwiese (U4/U5)

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Interviews, Vorträge etc.:

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Das Elend des gewerkschaftlichen „Kampfs um Arbeitsplätze“ (Sozialistische Gruppe)

Interviews im Podcast 99 ZU EINS:
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Trumps Zollkrieg
- Kritik der Soziologie
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Zuletzt geändert: Sunday, 18-Jan-2026 23:40:04 CET
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